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Christian Jürgens verlässt Burg Wernberg

Ab Mitte 2008 kocht Jürgens für das Seehotel Überfahrt



Sternekoch Christian Jürgens wird die Burg Wernberg in Wernberg-Köblitz (Lkr. Schwandorf) verlassen. Nach sieben Jahren im Restaurant Kastell sagt der 39-Jährige der Oberpfalz Adieu. Spätestens ab Mitte 2008 wird der seit fünf Jahren mit zwei Sternen dekorierte Koch das Gourmet-Restaurant im Seehotel Überfahrt in Rottach-Egern führen.

Das renommierte Haus am Tegernsee war im Oktober von dem Kölner Luxus-Hotelier Thomas Althoff übernommen worden. Zu der Hotelkette zählen zum Beispiel das Grandhotel Schloss Bensberg mit dem Restaurant Vendome, für das Joachim Wissler seit 2004 drei Sterne führt sowie das Schlosshotel Lerbach mit dem Gourmet-Restaurant „Dieter Müller“ in Bergisch Gladbach (seit 1998 drei Sterne).

„Das ist eine absolute Herausforderung für mich. Die Aufgabe, das Gourmet-Restaurant im Seehotel Überfahrt neu aufzubauen, reizt mich sehr. Die Althoff-Gruppe ist unter den Hoteliers wie der Ferrari unter den Motoren. Ich bin stolz darauf, gefragt worden zu sein“, sagt Christian Jürgens, dem nach eigenen Angaben im letzten Jahr mehrere „interessante Offerten“ unterbreitet worden waren. Doch erst dieses letzte war interessant genug, um ihn von der Burg Wernberg wegzulocken.

„Ich habe hier sehr viele schöne Erfahrungen gemacht und viele, tolle Menschen kennengelernt.“ Der Wechsel nach Rottach-Egern kommt dem Familienmenschen Christian Jürgens, der auch den MZ-Lesern regelmäßig seine Rezepte verrät, freilich auch aus einem anderen Grund zupass. „Es ist schön, wieder näher bei der Familie in München zu sein.“

Ab wann ein Nachfolger oder eine Nachfolgerin das Regiment in der Burgküche übernehmen wird, ist noch nicht bekannt. Unternehmer Klaus Conrad, der das Hotel Burg Wernberg 1998 aus dem Dornröschen-Schlaf erweckte, gibt sich noch bedeckt. „Im neuen Jahr wird ein neuer Chef den Platz von Christian Jürgens einnehmen und es wird sicherlich sehr spannend, wie sich unser Konzept dann weiterentwickelt“, sagte Conrad laut einer Pressemitteilung. Fest stehe jedoch, dass die Burg Wernberg weiterhin eine der ersten Adressen für Gourmets bleiben soll.

Conrad dankte Jürgens sowie dessen Vorgänger Jürgen Benker für die geleistete Arbeit. „Seit wir in Burg Wernberg die Voraussetzungen für eine gehobene und dennoch ehrliche Küche gepaart mit einem einzigartigen Ambiente (...) geschaffen haben, ist die Oberpfalz (...) kein weißer Fleck mehr in der Routenkarte von Feinschmeckern, Genießern und Restaurant-Kritikern.“ Den Wechsel von Jürgens kommentierte Conrad mit den Worten: „Er ist als Koch gekommen und geht als Freund.“

Quelle: www.mittelbayerische.de/oberpfalz,  Von Angelika Sauerer und Isolde Stöcker-Gietl, MZ

 









29.12.2007 16:14